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Gewinnung von Erdgas

Für die Suche nach Erdgas-Lagerstätten und für das Erkunden ihrer Grösse wird die so genannte Seismik angewendet. Spezielle Sensoren, die Seismographen, registrieren die Ausbreitungs-geschwindigkeiten künstlich erzeugter Erschütterungen, die von den verschiedenen Gesteinsschichten reflektiert werden. Die Messdaten geben Aufschluss über die Gesteins-strukturen bis in mehrere Tausend Meter Tiefe. Der Förderdruck wird auf den Fernleitungsdruck reduziert und das Erdgas in die Pipeline eingespeist. Komplizierter und aufwändiger ist die Förderung von Offshore-Vorkommen. Hier werden je nach Wassertiefe und Umweltbedingungen Bohrschiffe und -plattformen eingesetzt.

Erdgas auch in der Schweiz

Auch in der Schweiz gibt es verschiedene Erdgas-Vorkommen. Vor allem bei Bauarbeiten tritt manchmal Methan aus der Erde. Bisher wurde in der Schweiz jedoch nur ein abbauwürdiges Vorkommen bei Finsterwald im Entlebuch (Kanton Luzern) entdeckt. Dort wurde von 1985 bis 1994 Erdgas gefördert und ins Gasnetz eingespiesen.

Früher Stadtgas aus eigener Produktion

Vor der Einführung von Erdgas in der Schweiz (1973 im Zusammenhang mit dem Bau der Transitgas-Leitung durch die Schweiz von Wallbach bis zum Griespass) produzierten zahlreiche lokale Gaswerke sogenanntes Stadtgas. Zuerst durch die Vergasung von Kohle und später durch die Spaltung von Leichtbenzin.